Samstag, 21. Juli 2012

Rezension: 365 Tage Karl May

Titel: 365 Tage Karl May
Untertitel: Eine biographische Jahresschau 
Autor: Hans-Dieter Steinmetz
Verlag: Karl-May-Verlag
Umfang: 485 Seiten
Preis: 19,90€ 
Inhaltsangabe:

Jetzt im großen Karl-May-Jubiläumsjahr 2012: 365 Tage Karl May - Eine biografische Jahresschau
Für jeden Tag des Jahres findet sich in diesem Band eine Auswahl der Ereignisse in Karl Mays Leben. Die so entstandenen Tagesblätter fügen sich zu einem immerwährenden Kalender zusammen. Das Buch ermöglicht dem Leser einen möglichst vielseitigen Einblick in Mays Leben. Zum Nachschlagen und Schmökern!


Als Kind war ich ein großer Karl May-Fan und habe die Romane regelrecht verschlungen. Da ich mich auch schon mit der interessanten Biographie des Autors auseinandergesetzt habe, war ich sehr gespannt auf die Umsetzung in Buchform. Die Optik des Buchs passt perfekt in jede Karl May-Buchsammlung: dunkelgrüner Einband mit Goldbuchstaben.

Das Buch ist wie ein Kalender aufgebaut. Auf jeder Seite findet sich die Aufstellung aller Ereignisse, die sich am jeweiligen Datum im Leben Karl Mays ereignet haben. Immer nach einer Woche findet sich ein Essay, der sich mit einer bestimmten Thematik aus Leben und Werk Karl Mays auseinandersetzt.

Die Informationen sind aus Briefen und Kalendereinträgen Karl Mays sowie aus Tagebuchnotizen seiner Frau zusammengestellt.


Ein richtiger Lesefluss stellt sich nicht ein. Zwar ergibt sich ein chronologischer Geschehensablauf, doch da sich der Handlungsverlauf über teilweise weiter auseinanderliegende Kalendertage verteilt, ist es schwierig, nicht den Faden zu verlieren. Auch die gegebenen Informationen sind oft belanglos. So erfährt man als Leser z.B., dass Karl May am 19.01.1902 mit seiner Frau im Dresdner Schauspielhaus das Stück „Der Herrgottschnitzer von Ammergau“ angesehen hat oder dass sein Leser Dr. med. Vinzenz Eichler am 30. April 1897 in der Villa Shatterhand zu Besuch war. Den höchsten Informationswert haben die wöchentlichen Essays, die einzelne Themen kurz und aussagekräftig zusammenfassen. Die Idee eines immerwährenden Kalenders, der das ganze Leben Karl Mays abbildet, ist zwar ganz nett, aber der Informationsgehalt wäre bei einer „normalen“ Biographie deutlich höher gewesen.

Ich empfand das Lesen als sehr beschwerlich, da der Handlungsverlauf nicht klar erkennbar ist und keine Spannung aufgebaut wird. Man sollte sich überhaupt nur an das Buch wagen, wenn man sich für das Leben und Werk Karl Mays intensiv interessiert. Doch selbst dann stellt sich kein richtiges Lesevergnügen ein. Nach einiger Zeit habe ich mich nur noch auf das Lesen der Essays beschränkt. Eine Empfehlung kann ich deshalb nicht aussprechen. 

Ich habe ein Rezensionsexemplar von Blogg dein Buch erhalten. Ihr könnt den Roman hier bestellen.


 

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